BILDUNG

Unsere Welt in 100 Jahren

 

2016-03-26.

Prof.Harald Lech

 

 

Das Bildungssystem der Bürger-Lobby

 

Recht auf lebenslange Bildung für jeden und zu jeder Zeit.

Wer mit 20, 30, 40, 50 oder 60 Jahren beschließt zu studieren oder sich sonstwie aus- und weiterzubilden, dem soll das im Land der Dichter und Denker auch ermöglicht werden.

 

Um dies zu ermöglichen, müssen diejenigen finanziell abgesichert sein. Dies ermöglichen wir .... nachzulesen unter "WIRTSCHAFTSSYSTEM / Steuersystem"

 

 

Kurzübersicht:

 

  • Bildungssystem als Schlüssel zu einer toleranten Gesellschaft, in der alle Menschen lebenslang gleiche Chancen haben
  • Verhinderung der gesellschaftlichen Desintegration
  • 100 Mrd. € jährlich zusätzlich für Bildung
  • Lebenslang kostenfreier Zugang zu sämtlichen Bildungsgängen für jeden Bürger, gemäß Art. 12 GG
  • Lebenslange Chancengleichheit für alle
  • Inhalte, die sich vorrangig am Bedarf der Menschen orientieren (und nicht der Wirtschaft)
  • Abschaffung der Haupt- und Realschulen
  • 13 Schuljahre für alle Schüler
  • Lernen nach pädagogisch optimalen Konzepten
  • Durchgängiges Angebot von Ganztagsschulen
  • Schulleiter entscheiden wie Geschäftsführer allein über die Einstellung von Lehrern
  • "Eliten" bilden sich erst nach den Bildungsgängen durch Leistungen für die Gesellschaft

„Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen:

Wurzeln und Flügel.“

(Johann Wolfgang von Goethe )

 

 

Die Weisheit von Goethe gilt auch für das Bildungssystem. Die Bürger-Lobby kann das bestmögliche Bildungssystem (ein System, das jedem zusagt, ist in unserer heterogenen Gesellschaft unmöglich) finanzieren und umsetzen:
 

  1. Das Bildungsprogramm der Bürger-Lobby leitet sich von unseren Werten ab

    Die Bürger-Lobby betrachtet das Bildungssystem als den Schlüssel zu einer toleranten Gesellschaft, in der alle Menschen lebenslang gleiche Chancen haben und der Desintegration entgegengewirkt wird. Die freie Berufswahl lt. Art. 12 GG muß das Bildungsystem einschließen.
  2. Das Bildungssystem braucht selbstverständlich mehr Geld. Wir investieren mindestens 100 Mrd. € jährlich zusätzlich in Bildung.
  3. Die Bildungskompetenz geht von den Bundesländern auf den Bund über. Das zunehmend inkompatible Bildungssystem wird bundesweit kompatibel.
  4. Bei unzureichenden Deutsch-Kenntnissen (und nur dann) ist jedes Kind ab dem 4. Lebensjahr kindergartenpflichtig. Dabei ist die Qualität und Quantität der Betreuung so weit zu steigern, daß alle Kinder beim Eintritt in die Schule faire Bildungs- und Lebenschancen besitzen.
  5. Alle Schulen setzen einen bundesweit einheitlichen Lehrplan des Bundesbildungsministeriums um. Dieser einheitliche Lehrplan umfaßt sowohl an öffentlichen als auch an Privatschulen 50% der Unterrichtszeit und muß die bundesweite Kompatibilität von Schulen gewährleisten, so daß jeder Schüler jederzeit problemlos auf jede andere beliebige Schule in Deutschland wechseln kann. Der restliche Lehrplan ist durch jede Schule (Schulleitung/Lehrerkollegium) frei gestaltbar, sofern die Inhalte nicht geltendem Recht widersprechen. Schulen können sich differenzieren und sind so frei wie nie zuvor.
  6. Bei den Lerninhalten von Kindergärten und Schulen stehen Persönlichkeitsentwicklung, Mündigkeit, Allgemeinbildung, individuelle Förderung, Spaß am Leben, Sozialverhalten, Toleranz, etc. sowie wirklich wichtige Themen (z.B. Kindererziehung, berufliche Entscheidungsfindung, Demokratieverständnis) im Vordergrund. Die Vermittlung beruflich möglichst brauchbarer Inhalte ist Aufgabe der Hoch- und Berufsschulen.
  7. Für die Bürger-Lobby ist nicht relevant, ob private oder staatliche Schulen die Schüler unterrichten. Relevant ist nur das Ergebnis (siehe voriger Punkt).
  8. Zulässig sind ausnahmslos nur Schulen / Hochschulen, deren Schüler-/ Studentenschaft einen für die Gesamtbevölkerung halbwegs repräsentativen Mindestanteil enthält (Einkommenshöhe der Eltern, Migrantenanteil, Religionszugehörigkeit, etc.). Artikel 3 des Grundgesetzes findet auch hier uneingeschränkt Anwendung. Referenz für den Mindestanteil ist ein (vom Bundestag zu beschließender) Prozentsatz unter dem Durchschnitt des regionalen Einzugsbereichs der nächstgelegenen gleichartigen Schulen/Hochschulen (bei Internaten: bundesweit).
    Mit einer ähnlichen Schüler-/Studentenstruktur sollen sämtliche Schulen/Hochschulen in einen fairen Wettbewerb miteinander treten. Die Verhinderung der gesellschaftlichen Desintegration ist Grundlage aller Bildungseinrichtungen. Schulen/Hochschulen, die länger als 3 Jahre die Mindestanteile nicht ereichen, werden entweder geschlossen oder erhalten einen neuen Träger oder eine neue Leitung.
  9. Für jeden Schüler / Studenten erhalten alle Schulen / Hochschulen vom Staat den gleichen (attraktiv hohen) Betrag ausbezahlt. Es steht privaten Schulen/Hochschulen frei, noch höhere Gebühren zu verlangen und / oder ihre Schüler/Studenten frei zu wählen. Damit entfällt jedoch die staatliche Finanzierung, und bei einer zu hohen Abweichung von Mindestanteilen gesellschaftlicher Gruppen treten die im vorigen Punkt genannten Konsequenzen inkraft.
  10. Die Lehrerausbildung wird konsequent an der Praxis ausgerichtet.
  11. Lehrern und Hochschullehrern sind jegliche Nebentätigkeiten, die Qualität und Quantität der Lehre verringern, untersagt.
  12. Bildungsexperten, Schüler, Studenten und Eltern bewerten differenziert die Qualität der Bildung jeder Schule und Hochschule.
  13. Die Lehrpläne und sonstigen Qualitätsmerkmale sämtlicher Schulen und Hochschulen werden als Entscheidungsgrundlage (für potentielle Schüler/Studenten) veröffentlicht (z.B. im Internet).
  14. Jeweils gleich viele Vertreter von Eltern und Lehrern wählen alle 4 Jahre die Schulleiter. Die Schulleiter können wie Geschäftsführer eines Privatunternehmens das Lehrpersonal frei aussuchen und entscheiden über den freien Teil des Lehrplans (siehe oben, Punkt 4.).
  15. Studenten wählen alle 4 Jahre die Hochschulrektoren.
  16. Lehrer/Dozenten können sich an jeder Schule/Hochschule in Deutschland bewerben. Die planwirtschaftliche Stellenbesetzung wird abgeschafft.
  17. Je schwieriger Lehrerstellen zu besetzen sind, (Region, Umfeld, etc.), desto höher ist der Gehaltsspielraum, den die Schulleiter nutzen können.
  18. Jede Unterrichtsstunde wird von 2 Pädagogen in kleinen Schulklassen durchgeführt. So lange nicht genügend qualifizierte Pädagogen am Arbeitsmarkt verfügbar sind, kann einer der beiden ein Quereinsteiger/Praktikant sein.
  19. Sämtliche Schüler erhalten 13 Schuljahre. Es ist nicht länger hinnehmbar, diejenigen Schüler, die auf geringstem Niveau lernen, bereits nach 10 Jahren zu entlassen. Die Verkürzung der Schulzeit am Gymnasium (G8) hat für die Schüler nur Nachteile und wird zurückgenommen.
  20. Tanjev Schultz formulierte treffend: "Ein gutes Schulsystem ist nicht drei- oder viergliedrig, sondern tausendgliedrig". Wir schaffen Haupt- und Realschulen ab. Allein die katastrophalen Hauptschulen (siehe auch "Protokoll eines Hauptschul-Lehrers") abzuschaffen, löst das Problem nicht, weil dann die Realschule zur neuen Unterschicht-Schule würde. In Deutschland entscheidet die soziale Herkunft stärker als in jedem anderen Land über Bildungschancen. In keinem anderen Land der Welt werden 10-jährige Schulkinder dermaßen ungerecht und früh ausgesiebt und fallengelassen. Kein Schüler hat so schlechte Berufschancen wie Hauptschüler. Der internationale Vergleich der Bildungserfolge (PISA-Studie) hat bewiesen, daß das „integrierte Gymnasium“ die Schulform mit der mit Abstand höchsten Chancengleichheit ist, die gleichzeitig schwächeren Schülern Chancen gibt, ohne die guten Schüler herunterzuziehen. Vorurteile gegenüber der bisherigen integrierten Gesamtschule basieren auf einer selbsterfüllenden Prophezeiung, da die leistungsstärksten Schüler fast immer Gymnasien besuchen und die heutige Gesamtschule durch zu wenige leistungsstarke Schüler mit Gymnasien strukturell überhaupt nicht vergleichbar ist (dto.: Privatschulen). Vorbild der namhaftesten Bildungsexperten ist das Schulsystem der PISA-Siegernation Finnland. Als Region siegte Südtirol, was die Bildungsexperten durch einen enorm hohen Aufwand des Schulsystems erklärten, Benachteiligte zu integrieren und zu fördern.
  21. Innerhalb der Ganztags-Gymnasien wird jedes Fach auf 3 Levels angeboten: Förderkurs, Grundkurs und gehobener Kurs (entsprechen Hauptschul- Realschul- und Gymnasialniveau). Schüler besuchen in jedem Fach das Kursniveau, mit dem sie am besten zurechtkommen, und können bei Bedarf halbjährlich in einen höheren oder niedrigeren Kurs wechseln. Jeder Schüler lernt also in leistungs-homogenen Gruppen („äußere Differenzierung“). Ab der 11. Klasse kommen Leistungskurse hinzu.
  22. Die Nutzung der Ganztagsangebote ist freiwillig. Es steht Eltern frei, ihre Kinder ab Mittag selbst zu betreuen.
  23. Kinder mit Lernstörungen (z.B. ADHS) können auf Wunsch der Eltern auch an "normalen" Schulen unterrichtet werden, um sie nicht auszugrenzen. Sie erhalten dort jedoch in den kritischen Fächern Unterricht in besonders kleinen Klassen mit speziell qualifizierten Pädagogen.
  24. Neben den Gymnasien und Grundschulen bleiben Sonderschulen für Kinder bestehen, die tatsächlich nicht integrierbar sind. Körperbehinderte gehören nicht auf Sonderschulen und haben freien Zugang zu allen Kindergärten, Schulen und Universitäten. Die höheren Kosten für behindertengerechte Umgebungen trägt der Staatshaushalt.
  25. Heimunterricht (der fast ausschließlich von ultrareligiösen Eltern gerfordert wird, die eine freie Gesellschaft ablehnen und die Bildung ihrer Kinder nach eigenen Wertvorstellungen zensieren) bleibt verboten, da wir für ein tolerantes Miteinander in einer Gesellschaft kompatibler Kulturen stehen. Die Schule ist die einzige Chance für unsere Gesellschaft, dieses tolerante Miteinander zu verwirklichen. Religiöse Fundamentalisten sollten sich fragen, warum sie ihren Kindern die Flügel beschneiden müssen (siehe ganz oben, Goethe-Zitat), um sie an der Entdeckung des Restes der Welt zu hindern.
  26. Der Wert von Zeugnissen liegt heute vor allem in ihrer Funktion als Eintrittskarten in Bewerbungsprozesse um Ausbildungen, Studiengänge und Berufe. Nur objektive und vergleichbare Noten haben eine Existenzberechtigung. Noten sind bisher jedoch erwiesenermaßen nicht nur willkürlich und subjektiv, sondern meist auch kaum begründet. Künftig sollen begründete Noten lediglich als Feedback dienen. Arbeitgeber dürfen von Bewerbern grundsätzlich keine Zeugnisse mehr verlangen. Ausnahme sind Zulassungen für Berufe wie z. B. Ärzte, Anwälte, Lehrer, Krankenpfleger, etc.). Bei allen unkritischen Berufen erhält jeder Bewerber sein Leben lang bei jedem neuen Arbeitgeber eine neue Chance, seine Eignung zu beweisen.
  27. Elitenselektion ist eine Phantasie der Sozialdarwinisten, die wir strikt ablehnen. Wer Eliten privilegiert, diskriminiert den Rest. Eliten definieren sich durch das, was sie für die Gesellschaft leisten - und nicht für sich selbst. Folglich bilden sich die wahren Eliten nach den Bildungsgängen.
  28. Studiengebühren lehnen wir ab. Bildung muß lebenslang kostenlos verfügbar sein.
  29. Alle Studenten erhalten die Möglichkeit, sich als "abwesende Arbeitnehmer" für mindestens 2.000 € Monatsgehalt (netto) als Steuersparmodell auf die Gehaltsliste eines Unternehmens setzen zu lassen (siehe Wirtschaftssystem / Arbeitsplatz-Prämiengesetz).
  30. Jeder Bürger hat sein Leben lang Zugang zu allen Universitäten, Fachhochschulen und Weiterbildungseinrichtungen. Zeugnisvoraussetzungen bzw. den Numerus Clausus darf es nicht mehr geben. Stattdessen sollen neutrale Eignungstests die tatsächliche Eignung feststellen.
  31. Eignungstests dürfen nicht übertrieben schwer sein, um die Studentenzahlen niedrig zu halten. Allein die tatsächliche Eignung zählt. Gibt es in einzelnen Fächern bzw. an einzelnen Standorten zu viele Bewerber, werden die Kapazitäten möglichst kurzfristig erhöht.
  32. Studenten suchen sich die Universitäten, Fachhochschulen und sonstigen Bildungseinrichtungen aus, nicht umgekehrt.
  33. Jeder Student kann jede Prüfung beliebig oft wiederholen. Damit entfällt sowohl der Grund für das Hinauszögern von Prüfungen als auch der Zwangsabbruch nach nicht bestandenen Prüfungen.
  34. Für Menschen über 30 ist im heutigen Bildungssystem der Zugang zu den werthaltigsten Bildungsgängen verwehrt - trotz der allgemein anerkannten Notwendigkeit des lebenslangen Lernens und trotz der steigenden Anforderungen der Arbeitgeber. Wir bieten ein werthaltiges Weiterbildungssystem, das sämtliche Menschen ebenfalls lebenslang kostenlos nutzen können – bei gleichzeitiger Finanzierung des Lebensunterhalts durch „abwesende Arbeitsplätze“.
  35. Wir vergeben zahlreiche Stipendien an Studenten und Auszubildende aus Entwicklungsländern, und zwar in Fächern/Ausbildungsgängen, deren Inhalte sie für ihre Gesellschaft nutzbringend in ihren Heimatländern umsetzen können.

 

Da es nicht mehr um den Erwerb von Zeugnissen und Diplomen geht, werden die Bildungseinrichtungen (von der Schule über Ausbildungsbetriebe bis zu Hochschulen) erstmalig zu einem Wettbewerb um die Vermittlung wirklich praxis- und berufstauglicher Fähigkeiten motiviert. Schulen/Hochschulen, deren Qualität nicht den Zielen der Schüler/Studenten entsprechen, verlieren die „Abstimmung mit den Füßen“, was einen Austausch der Rektoren und neue, bessere Lehrpläne und Strukturen zur Folge hat.

Unattraktive Ausbildungsbetriebe verlieren den Wettbewerb um Auszubildende

 

Sie und Ihre Kinder werden also nicht länger zum bloßen Funktionsträger ausgebildet, sondern suchen sich das beste Bildungsangebot aus – kostenfrei, in jeder beliebigen Phase Ihres Lebens. Wollen Sie mit 50 oder 60 Jahren beruflich noch einmal ganz neu anfangen und studieren? Wollen Sie, daß Ihre Kinder frei von beruflichen Sorgen leben?

Die Bürger-Lobby ermöglicht es.